Aktuelles — Honorarprofessur an
Herrn Dr.-Ing. G. Marzahn verliehen

Am 30.03.2017 hat der Rektor der Ruhr-Universität Bochum, Herr Prof. Dr. Axel Schölmerich, an Herrn Dr.-Ing. Gero A. Marzahn die Honorarprofessur verliehen. Damit werden Dr. Marzahns herausragende Leistungen und Entwicklungen in der beruflichen Praxis, aber auch seine großen Verdienste um die Förderung des Ingenieurnachwuchses gewürdigt.

Honorarprofessur für Dr.-Ing. G. Marzahn

Urkundenübergabe an Herrn Dr. G. Marzahn (mitte) durch den Rektor
der Ruhr-Universität Bochum, Herrn Prof. Dr. A. Schölmerich (links) und
den Dekan der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften,
Herrn Prof. Dr. P. Mark (rechts) (Foto @RUB, Marquard)

Seit dem Sommersemester 2011 bietet Dr. Marzahn als Lehrbeauftragter der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum die Vorlesungsveranstaltung „Erhalt und Lebensdauermanagement im Brückenbau“ an – ein hoch aktuelles, weitreichendes und viel diskutiertes Thema in Forschung wie Praxis. Ursprünglich für den Bereich des Bauingenieurwesens konzipiert zieht die Veranstaltung mehr und mehr auch Studierende aus den Bereichen der Umwelttechnik sowie Gasthörer von den umliegenden Universitäten im Ruhrgebiet, insbesondere der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen, an. Grund sind die professionelle Lehre mit stets aktuellen Beispielen aus der Praxis und die gefragten Abschlussexkursionen zu laufenden Brückenbaustellen, die die jungen Ingenieure nachhaltig für den anstehenden Beruf motivieren.

Dr. Marzahn ist ein in Deutschland wie Europa geschätzter und gesuchter Experte. Fest mit seiner Person verbunden ist der gesamte Brücken- wie Ingenieurbau. So verantwortet er seit 2015 als Leiter des Referats StB 17 „Brücken-, Tunnel- und sonstige Ingenieurbauwerke“ im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die bauaufsichtlichen Bestimmungen für Ingenieurbauwerke der Bundesfernstraßen, formuliert grundlegende gestalterische und technische Anforderungen an Brücken und Tunnel in Deutschland und zeichnet ebenso verantwortlich für die Genehmigung neuer Baustoffe, Bauweisen, Bauverfahren oder die Umsetzung der europäischen technischen Vorschriften einschließlich deren nationalen Anpassungen. Vorangegangen waren acht Jahre Abteilungsleitung für den Bereich des Konstruktiven Ingenieurbaus im Betriebssitz des Landesbetriebs Straßenbau NRW in Gelsenkirchen mit Verantwortung über die Sachgebiete von Tragwerksplanung, Neubau und Erhalt, Bauwerksprüfung sowie Großraum- und Schwertransporte.

Charakterisierend für seine Arbeit ist aber nicht nur seine koordinierende und zusammenführende Tätigkeit, sondern seine tiefe Verwurzelung in den grundlegenden wissenschaftlich –technischen Zusammenhängen. Das gilt materialübergreifend für Stahl, Beton, aber auch Mauerwerk. Viele Neubauten, Instandsetzungen oder Verstärkungen hat er so maßgeblich mit geprägt. Beispiele sind die Talbrücke Nuttlar im Zuge der A46 mit 660m Gesamtlänge und einer Höhe von über 115m über Grund oder die fast 1000m lange Lennetalbrücke im Zuge der A45 mit Querverschub eines gesamten Überbaus.

Nationale wie internationale Gremien rund um den Brücken- und Ingenieurbau setzen auf Dr. Marzahns Führung bzw. Mitarbeit und schätzen seine Kreativität und Agilität. So ist beispielsweise 2011 die Nachrechnungsrichtlinie für Brücken im Bestand unter seiner Obmannschaft entstanden; ein zentrales Standardisierungswerkzeug für das Lebensdauermanagement im Brückenbau.

Die Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum gratuliert Ihrem neuen Honorarprofessor recht herzlich und schätzt sich überaus glücklich, mit Herrn Dr. Marzahn eine solch herausragende Persönlichkeit gewonnen zu haben. Seine Innovationskraft scheint fast unerschöpflich.

Peter Mark, Bochum

Anlage:

Aktuelles

HighTechMatBau-Konferenz 31.01.2018
DAfStb-Stellungnahme zur DIN 18532-6
Rolf Breitenbücher zum neuen
DAfStb-Vorsitzenden gewählt
2. DAfStb-/DBV-Fachkolloquium „Frischbetonverbundsysteme“
Nachruf auf Professor Peter Schießl
HighTechMatBau-Konferenz am 31.01.2018 —
Neue Materialien im Bauwesen
Carbon- & Textilbetontage 2017
Emil-Mörsch-Denkmünze des DBV
für Professor Jürgen Schnell
Honorarprofessur für Dr.-Ing. G. Marzahn
Pressemitteilung zur Instandhaltungs-Richtlinie
DAfStb-Fachkolloquium II/2017 –
„Entwicklungen bei metallischer
und nichtmetallischer Bewehrung“
DAfStb-Fachkolloquium I/2017
„Instandhaltungs-Richtlinie — Quo Vadis?“
Deutscher Zukunftspreis 2016 für
C³ - Carbon Concrete Composite
Hightech-Materialien auf der BAU 2017 —
Innovationen und Trends bei neuen Baustoffen
fib Symposium 2017 Maastricht –
High tech concrete:
where technology and engineering meet!
DAfStb-Positionspapier zum kritischen korrosionsauslösenden Chloridgehalt
DAfStb-Fachkolloquium 2015 –
zum EuGH-Urteil C-100/13

WiTraBau – Wissenstransfer im Bauwesen – Neues Projekt beim DAfStb
DAfStb-Fachkolloquium 2015 –
Widerstandsklassen – das neue Konzept zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit von Betonbauwerken
Mitteilung des DAfStb zur E DIN 1045-2:2014-08
Memorandum zum EC 2
DAfStb-Fachkolloquium 2013 –
Dauerhaftigkeit von befahrenen Parkdecks
Stellungnahme des DAfStb
zur Dauerhaftigkeit von befahrenen Parkdecks
Erläuterung des DAfStb zum aktuellen Regelungsstand der Umweltverträglichkeit
von Beton
Auslegungen des DAfStb zur Alkali-Richtlinie
WU-Richtlinie des DAfStb
Sulfatangriff auf Beton -
Stellungnahme des DAfStb
Positionspapier des DAfStb zur Umsetzung des Konzepts von leistungsbezogenen Entwurfs- verfahren unter Berücksichtigung von DIN EN 206-1, Anhang J
Empfehlungen des DAfStb zu den erforderlichen Nachweisen der Bauprodukte für den katho-
dischen Korrosionsschutz (KKS) im Betonbau
Berichtigungen zur DAfStb-Richtlinie "Schutz
und Instandsetzung von Betonbauteilen"
Bauaufsichtliche Regelungen zur Umsetzung
der Normenreihe DIN EN 1504
DBV-/DAfStb-Fachkolloquium "Dauerhaftigkeit
von Parkdecks" am 20. November 2009 in Berlin
Grenzwertableitungskonzepte zur Bewertung der Freisetzung von gefährlichen Stoffen aus Bauprodukten